Wie viel ist ein Firmenwagen wirklich wert? Lohnt sich ein Firmenwagen?

Lohnt sich ein Firmenwagen? Wie viel ist ein Firmenwagen tatsächlich für Dich als Arbeitnehmer wert. Ein Firmenwagen klingt auf den ersten Moment sehr lukrativ. Man erhält die mobile Freiheit und hat keine Sorgen. Doch lohnt sich ein Firmenwagen für den Arbeitnehmer denn tatsächlich?

Was kostet ein Firmenwagen im Monat und Jahr dem Mitarbeiter tatsächlich. Dabei werden in diesem Beitrag umfangreich die wirklichen Kosten für den Arbeitnehmer näher unter die Lupe genommen. Dabei wird umfangreich analysiert, ob sich ein Firmenwagen tatsächlich für den Arbeitnehmer lohnt.

Was kostet ein Firmenwagen im Monat und Jahr dem Mitarbeiter tatsächlich. Dabei werden in diesem Beitrag umfangreich die wirklichen Kosten für den Arbeitnehmer näher unter die Lupe genommen. Dabei wird umfangreich analysiert, ob sich ein Firmenwagen tatsächlich für den Arbeitnehmer lohnt.

Die Informationen in diesem Artikel sind äußerst gründlich recherchiert und geben Dir mit sehr gutem Inhalt einen Mehrwert. Trotzdem spiegle ich hier meine eigene Meinung wider. Das ist keine Steuerberatung. Dieser Artikel soll Dir das nötige Hintergrundwissen liefern. Es gilt der Risikohinweis. Viel Spaß.

Was versteht man unter einem Firmenwagen?

Ein Firmenwagen ist ein Fahrzeug (Auto), das ein Unternehmen dem Mitarbeiter für Geschäftsfahrten zur Verfügung stellt. Oft (aber nicht immer) darf der Mitarbeiter das Fahrzeug in gewissem Umfang für Privatfahrten nutzen. Der Umfang der Privatfahrten darf den Umfang der Dienstfahrten nicht übersteigen.

Ein Firmenfahrzeug wird meistens Mitarbeitern zur Verfügung gestellt, die das Auto auch oft benötigen. Also vor allem Mitarbeiter mit Fahrten zu Veranstaltungen außerhalb der Geschäftsstelle oder zum Kunden nutzen häufig ein Firmenfahrzeug.

Meistens wird Mitarbeitern ein Firmenwagen angeboten, um sie dadurch auch an das Unternehmen zu binden. Denn schließlich hat man den Luxus des Firmenwagens bei diesem Unternehmen.

Neben der Nutzung eines Firmenwagens werden alle Kosten, die für den Firmenwagen anfallen vom Arbeitgeber getragen. Beispiele: Werkstatt-Service, Unfall-Reparatur, Reifenwechsel, Hauptuntersuchung für KFZ-Plakette.

Meistens ist man mit einer Vollkasko versichert. Das bedeutet, dass man bei einem Schaden eine Selbstbeteiligung tragt, dafür aber alle verursachten Schäden gedeckt werden.

Bei einem Firmenwagen erhält man sehr oft auch eine Tankkarte, mit der man geschäftlich tanken kann. Die Kosten trägt damit der Arbeitgeber. Abhängig vom Unternehmen kann man mit der Tankkarte auch für private Fahrten tanken und muss somit keinen Sprit mehr bezahlen.

Lohnt sich ein Firmenwagen immer?

Die Meinung, dass ein Firmenwagen ein Geschenk des Arbeitgebers ist und man das Angebot unbedingt annehmen soll, ist leider bei den meisten Menschen weit verbreitet. Ein Firmenwagen kann sich lohnen, tut es aber nicht immer. Wie so häufig im Leben muss man deshalb die Frage „Lohnt sich ein Firmenwagen immer?“ mit „Es kommt darauf an!“ beantworten.

Ob sich ein Firmenwagen für Dich lohnt, hängt von vielen Faktoren ab.

Zum einen musst Du bei einem Firmenwagen mit privater Nutzung 1 % der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers pro Monat als geldwerten Vorteil zusätzlich versteuern. Bei einem  Elektroauto oder Plug-in-Hybrid muss man „nur“ 0,5 % des Listenpreises zusätzlich versteuern. Der Fahrtweg zur Arbeitsstätte wird zusätzlich mit 0,03 % des Listenpreises pro Kilometer versteuert.

Zusätzlich kommt noch hinzu, dass man sich natürlich um nichts „kümmern“ muss. Man bekommt das Auto, die Tankkarte, Versicherungsschutz und kann das Auto geschäftlich und meistens auch vollumfänglich privat nutzen. Natürlich darf man das Firmenfahrzeug nicht für andere geschäftliche Tätigkeiten, wie z.B. einen Lieferservice, nutzen, aber man hat dabei alle Freiheiten.

Des Weiteren bekommt man (abhängig vom Unternehmen) die Möglichkeit, das Firmenfahrzeug regelmäßig „auszutauschen“. Das heißt, man gibt das aktuelle Auto ab und erhält dadurch ein neueres Modell. Gerade für Autoliebhaber ist dieser Luxus sehr viel wert, man sich nicht darum kümmern muss, das private Auto abzugeben oder zu verkaufen und fährt immer ein aktuelles und neues Auto.

Außerdem darf meistens auch der Lebenspartner den Firmenwagen benutzen. Der Lebenspartner ist dabei ebenfalls versichert und darf die Tankkarte benutzen.

Ein großer Vorteil beim Firmenwagen ist, dass man keine Anschaffungskosten hat. Egal, ob man sich ein neues oder ein gebrauchtes Auto privat kauft, entstehen hohe Anschaffungskosten. Diese können mehrere 10.000 € sein, die man erst einmal gespart haben muss.

Man darf einen Nachteil bei dieser Auflistung nicht vergessen: Abhängigkeit vom Arbeitgeber. Wenn man einen Firmenwagen hat, muss man mit dem Arbeitgeber im Schadensfall oder Änderungen von Verträgen Kontakt aufnehmen. Man ist dabei von den Entscheidungen des Arbeitgebers abhängig. Oft werden kleinere Schäden in der Windschutzscheibe nicht sofort vom Arbeitgeber repariert. Bei manchen Arbeitgebern muss man bei größeren privaten Fahrten (z.B. im Urlaub) den Sprit selber zahlen. Außerdem neigt man eventuell dazu, den Arbeitgeber nicht zu wechseln, da man seinen Firmenwagen ja behalten möchte.

Fassen wir dabei die Vor- und Nachteile zusammen

Vorteile

  • keine Anschaffungskosten
  • keine Kosten für Sprit
  • Vollkasko-Versicherung inklusive
  • Lebenspartner darf Firmenwagen nutzen
  • regelmäßig neues Modell

Nachteile

  • 1 % oder 0,5%-Regelung als zusätzliche Versteuerung
  • Fahrtweg zur Geschäftsstelle zusätzlich versteuert
  • Abhängigkeit vom Arbeitgeber

Auf ersten Blick überwiegen also klar die Vorteile gegenüber die Nachteile eines Firmenwagens. Jeder muss für sich selber hier entscheiden, ob für einen selber die Vor- oder Nachteile überwiegen. Zusätzlich kommt noch hinzu, dass es manche aufgelistete Vorteile nicht bei jedem Arbeitgeber gibt (z.B. regelmäßig neues Modell). Auch jeder Nachteil ist nicht überall existent (z.B. Fahrtweg zur Geschäftsstelle zusätzlich versteuern). Pauschal zu sagen „Ein Firmenwagen lohnt sich immer“ ist deshalb absolut falsch. Jeder muss individuell mit dem Arbeitgeber die Regelungen und Nutzungsverträge genauer analysieren, um sagen zu können, dass ein Firmenwagen eine gute Wahl ist.

Grundsätzlich sollte man jedoch nur einen Firmenwagen wählen, wenn man ihn auch tatsächlich nutzt und oft fährt.

Aber lohnt sich denn ein Firmenwagen finanziell, denn 1 % bzw. 0,5 % pro Monat als zusätzliche Versteuerung für den geldwerten Vorteil klingen im ersten Schritt ja einmal wenig.

Lohnt sich ein Firmenwagen finanziell?

Ob sich ein Firmenwagen subjektiv lohnt, kann man schwer beurteilen. Letztlich variieren die Nutzungsverträge von Unternehmen zu Unternehmen. Pauschal zu sagen „Ein Firmenwagen lohnt sich immer“ ist deshalb falsch.

Objektiv kann man einen Firmenwagen jedoch an den Kosten bewerten. Prinzipiell fallen bei einem Firmenwagen folgende Kostenarten für den Arbeitnehmer an:

  • 1 %-Versteuerung des unverbindlichen Listenpreises
  • Optional: 0,03 % Versteuerung des Listenpreises pro Kilometer für Fahrt zur Arbeitsstätte
  • Optional: Kosten Parkplatz

Mit dem Brutto-Netto-Rechner kann man berechnen, wie hoch der geldwerte Vorteil Einfluss auf das Gehalt hat. Mit dem Firmenwagenrechner kannst Du einfach und schnell berechnen, wie hoch der geldwerte Vorteil für Deinen Firmenwagen wäre.

Mit dem Brutto-Netto-Rechner kann man berechnen, wie hoch der geldwerte Vorteil Einfluss auf das Gehalt hat. Mit dem Firmenwagenrechner kannst Du einfach und schnell berechnen, wie hoch der geldwerte Vorteil für Deinen Firmenwagen wäre.
Beim geldwerten Vorteil wird davon ausgegangen, dass die Steuern vom Brutto-Einkommen plus dem geldwerten Vorteil berechnet werden, ohne dass man dabei den geldwerten Vorteil wirklich als Gehalt bekommt. Es fallen einfach mehr Steuern an.

Beim geldwerten Vorteil wird davon ausgegangen, dass die Steuern vom Brutto-Einkommen plus dem geldwerten Vorteil berechnet werden, ohne dass man dabei den geldwerten Vorteil wirklich als Gehalt bekommt. Es fallen einfach mehr Steuern an.

Natürlich kann man die Kosten des Firmenwagens nicht zu 100 % für alle Fälle berechnen, doch jeder kann einfach mit dem Brutto-Netto-Rechner das Netto-Einkommen mit und ohne geldwerten Vorteil berechnen. Die Differenz sind die Kosten der 1 bzw. 0,5 % Versteuerung und der Besteuerung des geldwerten Vorteils.

Beispiel - Berechnung Kosten Firmenwagen

Gehen wir als Beispiel einmal davon aus, dass der Firmenwagen einen Listenpreis in Höhe von 30.000 € besitzt. Der geldwerte Vorteil beträgt dementsprechend pro Monat 300 € (1 % von 30.000 €). Wenn man ein Elektroauto oder ein Plug-In-Hybrid erhält, muss man hier nur 0,5 % ansetzen. Dann beträgt der geldwerte Vorteil nur 150 € anstatt 300 €. Zusätzlich reduziert sich die Steuerlast für einen gefahrenen Kilometer nun nur noch 0,015 % anstatt 0,03 %.

Wenn man eine HomeOffice-Regelung vom Arbeitgeber erhält, entfallen die Kosten für die Besteuerung zur Arbeitsstätte, da man ja keinen Arbeitsweg hat und 0 km mit dem Firmenwagen fahren muss. In diesem Fall beträgt der geldwerte Vorteil die reinen 1 bzw. 0,5 % des Listenpreises. Ansonsten muss man einfach 0,03 % * Listenpreis * Fahrtweg in km zusätzlich berechnen. Wenn man also bspw. einen Fahrweg von 50 km zur Arbeit hat, ist der geldwerte Vorteil zusätzlich 450 € (0,03 % * 30.000 € * 50). Insgesamt beträgt der geldwerte Vorteil mit Fahrtweg von 50 km also insgesamt 750 €.

Es wird in diesem Beispiel davon ausgegangen, dass folgende Bedingungen bestehen:

  • Jahres-Einkommen im Monat: 50.000 €
  • Listenpreis Firmenwagen: 30.000 €
  • Fahrtweg Arbeit: 50 km
  • Abrechnungsjahr: 2020
  • Steuerklasse: 1
  • Nicht in der Kirche
  • Bundesland: Bayern
  • Alter: 30
  • Kinder: Nein
  • Kinderfreibetrag: 0
  • Krankenversicherung: gesetzlich
  • KV-Zusatzbeitrag: 0,9 %
  • Rentenversicherung: gesetzlich
  • Arbeitslosenversicherung: gesetzlich

Insgesamt ergeben sich mit diesen Bedingungen vier Möglichkeiten:

  • 1 %-Regelung mit HomeOffice-Regelung (kein Fahrtweg)
  • 1 %-Regelung mit Fahrtweg (keine HomeOffice-Regelung)
  • 0,5 %-Regelung mit HomeOffice-Regelung (kein Fahrtweg)
  • 0,5 %-Regelung mit Fahrtweg (keine HomeOffice-Regelung)

Doch wenn man einen Firmenwagen hat, muss man ihn auch über Nacht oder wenn er nicht gebraucht wird, abstellen. Auch wenn die Parkplatzsituation auf dem Land deutlich entspannter ist als in einer Großstadt, muss man durchschnittlich für den Parkplatz für eventuelle Parkausweise 40 € pro Monat zahlen.

1 % mit HomeOffice1 % mit Fahrtweg0,5 % mit HomeOffice0,5 % mit Fahrtweg
Geldwerter Vorteil300 €750 €150 €375 €
Einkommen Monat (brutto)4.167 €4.167 €4.167 €4.167 €
Einkommen Monat (netto)2.415,82 €2.191,61 €2.493,34 €2.376,80 €
Einkommen Monat (netto) ohne Firmenwagen2.570,06 €2.570,06 €2.570,06 €2.570,06 €
Kosten Parkplatz40 €40 €40 €40 €
Kosten Firmenwagen194,24 €418,45 €116,72 €233,26 €

Man sieht also, dass man durch einen Firmenwagen mit einer 1 %-Regelung und einem Fahrtweg von 50 km 378,45 € weniger Gehalt am Ende vom Monat erhält und der Firmenwagen insgesamt mit Parkplatz 418,45 € kostet. Mit einem Elektroauto oder Plug-In-Hybrid hat man 76,72 € weniger Gehalt und insgesamt Kosten von 116,72 €.

Wenn man also davon ausgeht, dass man für private Fahrten die Tankkarte benutzen darf und somit sich hier die Kosten spart, verdeutlicht sich das positive Bild vom Firmenwagen. Fährt man durchschnittlich privat 200 km in der Woche, „spart“ man sich somit noch mehr Geld. Geht man von einem Spritpreis von 1,30 € pro Liter und einem Verbrauch von 7 Liter/100 Kilometer aus, spart man sich somit in der Woche 18,2 € und im Monat hochgerechnet ungefähr 75 €.

Bei diesen Berechnungen sieht man deutlich wie wichtig eine HomeOffice-Regelung bei einem Firmenfahrzeug ist. Bei einer HomeOffice-Regelung kann man die Fläche bzw. Größe des Arbeitszimmers von der Miete oder die Kosten für den Immobilienkredit steuerlich absetzen. Das sorgt dafür, dass die Kosten für den Firmenwagen noch weniger werden.

Doch es gibt eben auch Unternehmen, die im Ausgleich für die Nutzung eines Firmenwagens einen Gehaltsverzicht fordern. Lohnt sich in diesem Fall ein Firmenwagen immer noch finanziell?

Lohnt sich ein Firmenwagen finanziell bei weniger Gehalt im Ausgleich?

Bei manchen Unternehmen möchten Sie für den Firmenwagen aus Ausgleich auch etwas haben: Verzicht auf Gehalt. Denn schließlich kostet das Unternehmen das Auto auch etwas: Anschaffungskosten oder Leasing-Gebühren, Benzinkosten, Versicherung, Reparatur, Servicegebühren, usw.

Der Gehaltsverzicht ist von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich und kann pauschal nicht beantwortet werden. Wenn ein Unternehmen im Gegenzug zum Firmenwagen weniger Gehalt zahlt, dann wird das auch komplett offengelegt. Somit weiß man genau, wie viel Einkommen in brutto man pro Monat bzw. Jahr man weniger erhält.

Man muss bei Gehaltsverzicht immer individuell berechnen.

Beispiel - Berechnung Kosten Firmenwagen bei Gehaltsverzicht

Berechnen wir doch einmal die Kosten eines Firmenwagens, wenn man im Ausgleich dafür auf das Gehalt verzichten muss. In diesem Beispiel bekommt man 6.000 € Jahr oder 500 € im Monat weniger Gehalt. Anstatt 50.000 € im Jahr bzw. 4.167 € im Monat erhält man nun 43.500 € im Jahr bzw. 3.667 € im Monat

1 % mit HomeOffice1 % mit Fahrtweg0,5 % mit HomeOffice0,5 % mit Fahrtweg
Geldwerter Vorteil300 €750 €150 €375 €
Einkommen Monat (brutto)3.667 €3.667 €3.667 €3.667 €
Gehaltsverzicht (brutto)500 €500 €500 €500 €
Einkommen Monat (netto)2.170,96 €1.941,76 €2.245,65 €2133,25 €
Gehaltsverzicht (netto)244,86 €249,85 €247,69 €243,55 €
Einkommen Monat (netto) ohne Firmenwagen und Gehaltsverzicht2.570,06 €2.570,06 €2.570,06 €2.570,06 €
Kosten Parkplatz40 €40 €40 €40 €
Kosten Firmenwagen439,1 €668,3 €364,41 €476,81 €

Wenn man im Ausgleich auf einen Firmenwagen noch zusätzlich zur 1 bzw. 0,5%-Regelung auf Gehalt verzichten muss, dann sieht der Firmenwagen auf den ersten Blick nicht mehr so lukrativ aus. Zusätzlich kommt natürlich noch hinzu, ob man das Öl und den Sprit für den Firmenwagen aus eigene Tasche zahlen muss oder ob diese Fahrten vom Arbeitgeber gezahlt werden. Das ist sehr individuell und muss dementsprechend auch so berechnet werden.

Am günstigsten kommt man bei einem Firmenwagen und Gehaltsverzicht, wenn man einen Elektro- oder Hybridwagen mit HomeOffice-Regelung wählt. Dann bezahlt man durch weniger Gehalt und höhere Steuern fast 365 € im Monat. Am teuersten ist es, wenn man einen Firmenwagen ohne HomeOffice-Regelung wählt. Dann zahlt man indirekt ungefähr 668 € im Monat.

Natürlich kann man sich steuerlich dann den Fahrtweg bzw. anteilig die Wohnkosten für das Arbeitszimmer steuerlich geltend machen, aber dieses einfache Beispiel verdeutlicht die Annahme, dass sich ein Firmenwagen nicht immer finanziell lohnt. Wie viel ist denn dann nun ein Firmenwagen wert?

Wie viel ist ein Firmenwagen wert?

Den subjektiven Wert eines Firmenwagens kann man schwer messen. Deshalb muss das jeder für sich selber entscheiden, ob sich ein Firmenwagen lohnt. Man kann ja einmal schnell und einfach eine Netto-Gehaltsberechnung mit einem Brutto-Netto-Rechner durchführen. Dadurch sieht man schnell wie hoch das Netto-Gehalt mit Firmenwagen und ohne ausfallen wird.

Objektiv betrachtet ist ein Firmenwagen genau so viel wert, wie er kostet bzw. noch wert ist. Wenn man einen Neuwagen erhält, dann ist der Firmenwagen genauso viel wert wie wenn man sich diesen Firmenwagen selber gekauft hätte bzw. geleast hätte.

Meiner Ansicht nach ist das aber eine unvollständige Annahme. Denn man bezahlt ja monatlich für einen Firmenwagen durch ein geringeres Nettogehalt. Deshalb ist der wahre Wert eines Firmenwagens die Differenz aus Nutzen minus Kosten. Auf Friday Magazin wird dargestellt, dass ein Auto meist zwischen 200 und 400 € im Monat kostet. Abhängig von der Größe des Autos. Ein sportliches oder großes Auto kann noch mehr kosten. Auch auf AllianzDirect werden diese Schätzungen bestätigt.

Wenn man ein gebrauchtes oder günstiges Auto wählt, ist man also mit einem privaten Auto deutlich günstiger als mit einem Firmenwagen. Zumal man dann auch die Freiheit und Flexibilität hat, mit dem Auto machen zu können, was man möchte, ohne den Arbeitgeber um Erlaubnis zu fragen.

Es wird also klar, dass sich ein Firmenwagen nicht immer lohnt und man individuell und auf seine Situation zugeschnitten einmal ausrechnen soll, ob sich ein Firmenwagen tatsächlich finanziell lohnt. Trotzdem spielt das subjektive Empfingen auch mit und es kommt natürlich auch darauf an, wie viel man im Jahr mit einem Auto fährt. Denn wenn man viele Geschäftsfahrten hat, ist ein Firmenwagen fast nicht vermeidbar.

Über den Autor

Schön, dass Du Dich für Finanzen interessierst. Mein Name ist Andreas Geiger und ich interessiere mich leidenschaftlich für Finanzen. Mein Ziel ist es, dass Menschen sich mehr mit diesen Themen beschäftigen und lernen, ihr Vermögen langfristig zu vermehren. Man kann sein Vermögen nur langfristig aufbauen, wenn man versteht, was hinter einer Geldanlage steht.

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